Gesichter der Verfolgung


Nordkorea© Jan Engel - Fotolia.com / © wikimedia.com

Heo Woo aus Nordkorea

Christen gelten in Nordkorea als Staatsfeinde und werden in Arbeitslager gesperrt, gefoltert oder hingerichtet, besonders wenn sie versuchen zu flüchten. Hea Woo wurde Christen, nachdem ihr Mann dieses Schicksal erlitten hatte. Er war in China Christ geworden. „Weil mein Mann ein von Herzen guter Mensch war, war ich sicher, dass er die Wahrheit gefunden hatte“, sagt Hea Woo.

Nicht Kim Jung Il und die Volkspartei konnten die Menschen retten, wie die Diktatur es lehrte, sondern der Glaube an Jesus. Nach ihrem eigenen zweiten Fluchtversuch wurde sie in ein chinesisches Lager gesteckt, wo sie heimlich anderen Frauen von Jesus erzählte. In Nordkorea wurde sie wegen ihrer Verkündigungen verhört und gefoltert. Als sie erkannte, dass sie nur mit eigener Kraft versuchte die Schmerzen zu ertragen, bat sie Gott um Hilfe. Sie sah eine Vision von Jesus am Kreuz und spürte die Folter nicht mehr. Zurück in ihrer Zelle sagte eine Stimme von oben zu ihr: „Meine geliebte Tochter.“ „So erkannte ich, dass Gott bei mir ist, egal wo ich bin. Mir wurde bewusst, dass Gott mich in seiner Hand hält.“
Nach den Gefängnissen kam sie ins Arbeitslager, wo alle von Seuchen, Hunger und Parasiten geschwächt waren. „Die Situation erinnerte mich an die 10 Plagen in Ägypten. Das Lager war buchstäblich das von 10 Plagen heimgesuchte Ägypten. Ich wollte den Menschen hier Salz und Licht sein. Ich bat Gott mir zu helfen.“ Auf der Toilette sprach sie mit Menschen, die Gott ihr zeigte, über Jesus: „Du leidest hier im Arbeitslager so viel. Willst du danach auch in der Hölle leiden? Wenn du an Jesus glaubst, werden du und deine ganze Familie gerettet. Da jeder Augenblick der letzte sein konnte, hörten sie dieser Botschaft zu und waren für sie aufnahmefähig. Ohne Gott hätte ich nie den Mut dazu gehabt.“ Nach ihrer Entlassung floh sie wieder nach China, bis sie 2012 endlich in ein sicheres Land ausreisen konnte. Dort lebt sie heute mit ihren Kindern und kann ihren Glauben offen leben. Sie sagt allen Christen: „Betet für Nordkorea. Es hat mir sehr geholfen, dass andere Christen für Nordkorea beten und an uns denken.“



Iran© Jan Engel - Fotolia.com / © wikimedia.com

Amir aus dem Iran

Im Amirs Heimatland sind die Gesetze gegen die Konvertierung zum christlichen Glauben sehr streng. Das ist der Grund, warum Christen sich verstecken. Amir wurde mit 17 Christ, als er begann am muslimischen Glauben zu zweifeln. Später gehörte er zu einer geheimen Hausgemeinde. „Es war wie ein Spiel mit dem Feuer.“ Während eines Gottesdienstes wurden sie alle verhaftet und eingesperrt. „Wenn du etwas tust, was ihnen nicht gefällt, beginnen sie dich zu schlagen. Du spürst, dass du allein bist. Kein Rechtsanwalt, der dir hilft. Sie haben absolut freie Hand.“

Nach zwölf Tagen wurde Amir 2009 gegen Kaution entlassen. Darauf versuchte er drei Jahre lang vergeblich nach Europa zu entkommen. Heimlich kehrte er in den Iran zurück. Die Geheimpolizei griff ihn auf und tat so, als ob sie ihn exekutieren würde. Sie brachte ihn für eine Woche in eines ihrer Gefängnisse: „Diesmal folterten sie mich viel härter. Sie peitschten mich aus und folterten mich mit Zigarettenstummeln. In so einer Situation brauchst du wirklich einen Glauben, auf den du dich fest gründen kannst. In solch einer Situation achtest du darauf, dass du deinen Glauben nicht verlierst, denn er ist alles, was du noch hast. Und wenn du herausgefunden hast, dass alles, was du noch hast, der Glaube ist, dann verlierst du ihn nicht. Ich wollte nicht verlieren, was ich besitze. Ich gebe meinen einzigen Besitz nicht auf.“ Noch einmal wagte er die Flucht nach Europa. Im Februar 2014 wurde ihm endlich Asyl gewährt. Für drei Jahre.

An Christen appelliert er: „Betet für uns. Es funktioniert tatsächlich. Was wir uns von Gott erbitten, hat wirklich einen Effekt. Bitte betet für die, die gefangen sind oder die Flucht wagen.“ Bei der Frage, wie er mit dem Erlebten umgeht, ist Amirs Antwort deutlich: „Um solche Schmerzen, solchen Menschen zu vergeben, braucht man tatsächlich die Gnade Gottes. Man kann aus Gnade vergeben, ohne Schwierigkeiten, wenn man es von Gott erbittet.“


StartZurück12WeiterEnde

Das aktuelle Heft

Bedacht 11Versöhnung. Das ist ein großes Wort und für jeden von uns zu jeder Zeit eine Herausforderung. Wie kann das gehen – Versöhnt leben? Wir begeben uns auf die Spurensuche.

Heft lesen

Newsletter

Du willst wissen was sich bei der BEDACHT so tut? Bleibe immer up to date mit unserem Newsletter!

Werde Sponsor!

Deine Spende an die bedacht ist ein Stipendium für die Gute Nachricht. Deine Unterstützung fließt dabei vollständig in die Produktion der bedacht. Da wir ehrenamtlich arbeiten, fallen bei uns keinerlei Personalkosten an.

spenden


Folge der BEDACHT auf Facebook!      Folge uns auf Twitter!
DMC Firewall is a Joomla Security extension!