Wenn der Putz bröckelt
Vernunft & Glauben
Der Kandidat ist voller Energie. Gleich geht es auf die Bühne. Noch einen letzten Kommentar in die Kamera: „Ich hab auf jeden Fall das Zeug dazu, das zu schaffen. Ich hab so viele Fans, die geben mir Energie! Die Leute lieben meine Musik!“ Er klingt wie einer der ganz Großen. Und er nimmt den Mund ganz schön voll für jemanden, der gleich einen kurzen Auftritt vor einem Millionenpublikum haben wird. Vielleicht ein bisschen weniger hochstapeln, etwas bescheidener bleiben? Dabei tut er nur das, was man ihm seit Kindesbeinen beizubringen versucht: sich präsentieren! Der erste Eindruck zählt – doch auch der zweite und der hundertste. In unserer Gesellschaft wird das Image als hohes Gut gehandelt. Wenn Fassaden jedoch zum Wesentlichen werden und sogar das Privatleben bestimmen, liegt vieles im Argen. Einige Überlegungen zum täglichen Maskenball. Weiterlesen
Gastfreundschaft!? Die Versuchung einer Kosten-Nutzen Rechnung
Aus dem Leben
Busfahrt nach Berlin? 12 Euro Hostel-Zimmer im 10-Bett Schlafsaal? 20 Euro Neue Lebenswelt kennenlernen? Unbezahlbar Um Entscheidungen zu treffen, verwandeln wir unsere Welt oft in Geldwerte. Egal ob Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft - überall wird gemessen und kalkuliert, um die beste Wahl zu treffen. Auch Zwischenmenschlichkeit und Gastfreundschaft können schnell der Abwägung von Kosten und Nutzen unterworfen werden. Ein Plädoyer für das Unfassbare, das die Menschlichkeit ausmacht. Weiterlesen
"Im Prinzip bin ich ja auch nur Suchender"
Aus dem Leben
Claudia Neumaier studiert Theologie. Sie hat für 10 Tage sogenannte kontemplative Exerzitien gemacht – 10 Tage Stille und Gebet in einem katholischen Meditationshaus in Bayern. Wie sich so viel Stille anfühlt und was das überhaupt soll, das hat sie Miriam Schmiedeke gemütlich in der Sonne auf dem Campus sitzend gefragt. Weiterlesen
Dinner for one
Aus dem Leben
Wenn ich darüber nachdenke, wie ich mir meine Zukunft vorstelle, lande ich schnell bei dem Thema „Liebesbeziehung“. Ich habe mir zwar schon länger darüber Gedanken gemacht, aber je älter ich werde, desto mehr drängt sich mir dieses Thema auf. Denn jetzt bin ich schon mitten in meinem Studium und: ich hatte noch nie einen Freund. Das ist in unserer Gesellschaft etwas eher Ungewöhnliches. Manche würden mich vielleicht sogar als unnormal bezeichnen. Ich selbst kenne auch nur wenige Mädels in meinem Alter, die noch nie einen Freund hatten. Singles gibt es einige in meinem Bekanntenkreis, so ist es nicht. Aber die meisten hatten trotzdem schon mal eine Beziehung oder auch mehrere. Weiterlesen
Weh' dem, der keine Heimat hat
Gesellschaft & Kultur
Friedrich Nietzsche (1844 – 1900) hat so konsequent wie kaum ein anderer Denker der neueren Geistesgeschichte die Folgen der Beseitigung Gottes reflektiert. Und kaum jemand hat so schmerzlich unter diesem Verlust gelitten wie er. Das Gedicht „Der Freigeist“ (untenstehend) kann eine solche Zerissenheit veranschaulichen. Überlegungen zu einem poetischen Aufschrei. Weiterlesen






